Jahresbilanz 2018: Anderes Einsatzspektrum als in den Vorjahren

Erstellt von Nils Raake |

  

Der Jahreswechsel blieb für die Feuerwehren in der Samtgemeinde Mittelweser ruhig, keine einzige der Ortsfeuerwehren musste in der Silvesternacht zu einem Einsatz abrücken. Zum Beginn des neuen Kalenderjahres ziehen die Kameraden der Feuerwehr Landesbergen Bilanz mit einem Rückblick auf das abgelaufene Einsatzjahr.

Das erste Quartal 2018 blieb ungewohnt ruhig. Lediglich am 18.01.2018 mussten die Einsatzkräfte im Rahmen der Hilfeleistungen beim "Sturmtief Friederike" zu insgesamt drei verschiedenen Einsatzstellen abrücken. Die nächsten Alarmierungen folgten dann erst wieder im Mai, dabei unter anderem zu einem Flächenbrand im Landkreis Verden, zu dem die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nienburg-Süd alarmiert worden war. Mit einem Heckenbrand im Ortsbereich am 20.06.2018 begann die wahrlich "heiße Phase" des Einsatzjahres 2018. Allein in den letzten beiden Juni-Wochen rückten die Feuerwehrkameraden zu insgesamt sieben Brandeinsätzen aus, dabei unter anderem ein Großbrand in Nendorf sowie diverse Flächenbrände nach Mährarbeiten nahe Landesbergen. Auch im Juli setzte sich die Einsatzserie mit fünf weiteren Brandeinsätzen fort, dabei auch im Einsatzsgebiet der Nachbarorte Brokeloh, Estorf und Leese.

Einige der Landesberger Kameraden hatten sich Ende Juli darauf vorbereitet, zur Ablösung der ersten Kräfte des KFV Nienburg bei den Flächenbränden in Schweden abzurücken. Noch am geplanten Abreisetag konnte die Entwarnung gegeben werden, da die deutsche Hilfe vor Ort nicht mehr von Nöten war. Anfang August folgten drei kleinere Einsatzlagen, bevor die Bahnunfälle am 27.08.2018 und 26.09.2018 auch überregional für Aufsehen sorgten. In Erinnerung an die Bahnunglücke der vergangenen Jahre nach der Kollision einer S-Bahn mit einem Müllwagen am 30.12.2016 sowie nach dem Zusammenstoß zweier Züge frontal bei Leese am 30.06.2017 sprachen zahlreiche Politiker den Einsatzkräften ihren Respekt und Dank aus und versprachen, für mehr Sicherheit im Bereich der Bahnstrecken einzutreten.

Am 13.10.2018 folgte eine alarmmäßige Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd, während am 28.10.2018 ein schwerer Verkehrsunfall mit vier Verletzten auf der B215 in Richtung Leese die Kameraden zur Hilfeleistung forderte. Ein tragischer Einsatz forderte die Feuerwehr am 20.11.2018, als die Einsatzkräfte nach einer Alarmierung zu einem Feuer in einem Wohngebäude den Bewohner nur noch tot auffinden konnten. Der letzte größere Einsatz des Jahres 2018 ereignete sich am 23.12.2018, dabei mussten die Kameraden einer verunfallten Mutter mit ihren zwei Kindern auf der K8 zu Hilfe eilen.

Mit insgesamt 42 Alarmierungen lag im Einsatzjahr 2018 erneut ein hohes Einsatzaufkommen vor. Während die Rekordmarke von 45 Alarmierungen in 2017 die höchste Auslastung in der Geschichte der Ortsfeuerwehr darstellte, liegt das abgelaufene Kalenderjahr auf Platz 2 der Einsatzalarmierungen und zeigt damit eine Fortsetzung des seit Jahren stetig zu beobachtenden Verlaufes an. Die Einsatzverteilung in 2018 war jedoch deutlich anders als in den Vorjahren. Während noch 2017 etwa 50% der Alarmierungen auf die technische Hilfeleistung fielen sowie je 25% auf Brandeinsätze und sonstige Alarmierungen (7 Fehlalarme, 3 Bootseinsätze, 1 Einsatz der Kreisbereitschaft) standen diesem Trend im Jahre 2018 nun 18 Brandeinsätze sowie ein Brandsicherheitswachdienst - demnach ca. 45% Brandeinsätze gegenüber. 14 technische Hilfeleistungen sowie 3 Alarmierungen zur Erstversorgung / Unterstützung des Rettungsdienstes machten 2018 etwa 40% der Einsatzlagen aus. Im abgelaufenen Jahr musste die Ortsfeuerwehr keinen Bootseinsatz (gegenüber 3 im Vorjahr) sowie lediglich eine Türöffnung (gegenüber 5 im Vorjahr) vornehmen.

Doch auch die Einsatzverteilung über die Monate hinweg fiel in 2018 auf: Im Januar liefen die Kameraden drei Einsatzstellen im Rahmen einer einzigen Alarmierung an, während ansonsten kein einziger Einsatz über die ersten vier Monate des Jahres hinweg gefordert war. Im Sommer jedoch standen die Fahrzeuge der Ortswehr meist nur wenige Stunden bis Tage still, bevor die nächste Alarmierung sie ereilte. Das letzte Quartal 2018 folgte dann eher wieder einem "typischen" Muster der Einsatzverteilung.

Die Feuerwehr Landesbergen wünscht allen Einwohnern ein gesundes und frohes neues Jahr 2019!

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